Eindrücke David Teil 2

Flussufer nahe Litomĕřice
Flussufer nahe Litomĕřice

Tag 5 (29.03) Loučná-Litomĕřice

Distanz: Martin(119,6 km mit Klinovec), David (106,1 km)

Martin stand schon früh um 7 Uhr auf, um den Klinovec zu erklimmen. Da ich noch ziemlich angeschlagen war, zog ich es vor den Tag etwas ruhiger angehen zu lassen. Nach einer Dusche, packte ich meine Sachen und schon war Martin wieder da. Mal eben vor dem Frühstück, mit dem Fahrrad, hatte er den Klinovec erklommen. Auf uns würden heute einige Abfahrten warten, zudem hatten wir Rückenwind. Was für ein Spaß! Wir flogen ins Tal, bis auf ein paar giftige Anstiege, einfach nur steil bergab. Endlich auch mal ein Statistikpunkt für mich: 75,96 km/h (Martin: 71,71 km/h). Als ich mir meine Fronttaschen so anguckte, entschied ich mich die kommenden Abfahrten ruhiger angehen zu lassen. Die rechte Tasche hatte definitiv einen größeren Neigungswinkel, als unsere steilste Abfahrt. Das Problem war schnell behoben. Am späten Nachmittag trafen wir in Litomĕřice ein. Wir folgten einem Radweg am Flussufer und fanden einen malerisch schönen Platz. Dort bauten wir unsere Zelte auf.

...

Martin begutachtet die Kaldaunensuppe
Martin begutachtet die Kaldaunensuppe

Tag 6 (30.03) Loučná-Litomĕřice

Distanz: 96,62 km

Die erste Nacht im Zelt war echt hart. Neben dem Hundegebrüll und der Kälte, waren wir so nah an den Schienen, dass es mir so vorkam, als würden die Züge durch mein Zelt durchfahren. Ich war froh als die Nacht endlich vorbei war. Ein "Happy Birthday" erklung aus Martins Zelt. Mein Geburtstag hatte ich fast schon vergessen. Während ich das Gewicht einiger Salben reduzierte, machte uns Martin Frühstück. Instant-Müsli mit viel Wasser und Kaffee. Ein kleiner Schauer setzte ein und ich versuchte mein Zelt so schnell wie möglich einzupacken. Das Müsli war inzwischen kalt, dafür hörte der Regen auf. Wahrscheinlich ein Geburtstagsgeschenk :-). Uns erwartete ein buckeliger Waldweg, der das Tempo stark reduzierte. Gegen Mittag kehrten wir zur Stärkung in ein tschechisches Lokal ein. Ich überredete Martin eine Suppe als Vorspeise zu bestellen. Es gab Kaldaunensuppe (in Streifen geschnittener Pansen). Ich kann so viel verraten, es wird nicht das neue Lieblingsgericht von Martin. Die Hauptspeise hingegen, konnte uns beide überzeugen. Fleisch mit Knödeln und als Nachspeise noch einen Apfelstrudel. Lecker! Unser heutiges Ziel war Turnov. Da die Preise für Unterkünfte vor Ort, nicht mit unseren Vorstellungen zusammen passten, radelten wir ins nächste Dorf Loktuse. Dort ließen wir den Abend, mit einem Slivovice auf meinen Geburtstag, ausklingen.

Die letzten Kilometer nach Petzer
Die letzten Kilometer nach Petzer

Tag 7 (31.03) Loktuse-Petzer

Distanz: 55.5 km

 

Die Meteorologen prophezeiten uns ein regenreichen Tag. Das gab uns die Möglichkeit, unsere Regenkleidung auf Tauglichkeit zu überprüfen. Der Regen war dann aber nicht so schlimm, wie befürchtet. Nach den ersten 35 km stoppten wir an einer Tankstelle, wo mehrere Tschechen unsere Fahrräder musterten. Sie konnten etwas deutsch und erkundigten sich nach dem Ziel unserer Reise. Nachdem wir unsere Ziele nannten, erzählten sie uns von 2 Brüdern aus Berlin, die auch schon mit dem Fahrrad nach Shanghai gefahren sind. Wow, meine Lieblingsabenteurer Paul und Hansen Höppner, waren schon Gesprächsthema an tschechischen Tankstellen. Vielleicht würde im nächsten Jahr auch Martin Gesprächsthema  sein..."Kennt ihr den Typen, der mit dem Fahrrad von Deutschland nach China gefahren ist und auf seinem Weg sämtliche Berge bestiegen hat?" 

10 km vor dem Ziel informierten wir das Hostel, dass wir gegen 13 Uhr(in 1h) da sein würden. Wie sehr wir uns irrten, wurde uns etwas später klar. Der Weg wurde immer steiler und war komplett vereist. Wir mussten ganze 5 km schieben. Nach einigen Bruchlandungen erreichten wir eine Skipiste, die noch höher, als unser eigentliches Ziel lag. Ein paar Skifahrer fragten uns, ob wir uns eventuell das falsche Equipment für die Abfahrt ausgesucht hätten...

Zum Glück fanden wir, nach Überquerung der Piste, einen Weg, der nur halb vereist war und uns bis zum Hostel brachte.

 

Martin macht kurz Rast in einer Schutzhütte unter dem Gipfel der Schneekoppe
Martin macht kurz Rast in einer Schutzhütte unter dem Gipfel der Schneekoppe

Tag 8 (01.04) Petzer-Rychnov

Distanz: 86,3 km

 

Für Martin stand heute die Schneekoppe auf dem Plan. Für mich leider nicht...dem linken Knie hatten die letzten 5 km des Vortages nicht so gut gefallen, wie mir. 

Nach einer kurzen Ruhepause für den Bergsteiger, starteten wir 13 Uhr zum Bäcker. Wir gönnten uns ein paar leckere Teilchen und einen Latte Macchiato. Wahnsinn, was man auf so einer Radtour alles verdrücken kann. Die Talfahrt war eine Piste, wie wir sie uns die letzten Tage gewünscht hatten. Leicht abschüssig und sehr lang. Die ersten 20 km rollten wir, ohne groß zu treten. Am Ende des Tages kamen wir bis Rychnov. In der Nacht sollte es Temperaturen unter dem Nullpunkt geben, daher versuchten wir die billigste Unterkunft zu finden. Wir fanden ein 3-Sterne Hotel (normalerweise über unserem sonstigem Niveau), was mit 299 Kronen (ca. 11 Euro) pro Nacht Werbung machte. Die Dame am Empfang wollte dann aber 450 Kronen pro Person haben, da es ein 3-Mann Zimmer sei und der Preis nur bei ausgelastetem Zimmer angeboten werden könnte. Da wir die nächsten Tage zelten würden, akzeptierten wir.

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Kommentare: 5
  • #1

    Sarka (Freitag, 08 April 2016 21:45)

    Sehr schöne Eindrücke! Ihr habt auch viel Spaß und das ist toll! Die witzige Situation auf der Skipiste mit Skifahrern finde ich echt Klasse :-) weiter so, viel Glück und viele Grüße aus München!

  • #2

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  • #5

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