Erste Eindrücke von David

Tourstart
Tourstart

Tag1: Endlich war es soweit. Die Tour würde heute starten. Nur leider ohne mich...           Ein Virus bereitete mir Kopfschmerzen und ich fühlte mich ziemlich schlapp. Nachmittags raffte ich mich mit meiner Verlobten Dörthe, die auch krank war, von der Couch auf und wir fuhren zu meinen Eltern zum Kaffee trinken. Hier sollte eigentlich der erste Stop unserer Tour sein. Martin meldete sich von unterwegs, dass er in Gernrode ist. Abends telefonierten wir noch kurz und verabredeten uns gegen Mittag bei mir, da die Tour durch Halle führen würde.

Tag 2: Gegen Mittag traf Martin bei mir ein und ich erzählte ihm bei einem Stückchen Kuchen, dass ich heute nur die letzten 25 km von Schkeuditz mitfahren würde. Voller Vorfreude ging es nun auf das Fahrrad und leider erstmal zum Bahnhof.  Ich war mit der Bahn nur 10 min schneller als Martin. Schon auf den ersten Kilometern schmerzte mein Knie. Ich hatte mir eine Woche vorher eine Verletzung zu gezogen und hoffte, dass diese inzwischen verheilt sei...Fehlanzeige! In Leipzig angekommen,  fuhren wir zu meinem Kumpel Sven, wo wir Quartier bezogen. Am Abend trafen wir uns zur Verabschiedung bei Alfredo...

Kohlekraftwerk Böhlen
Kohlekraftwerk Böhlen

Tag 3: Sven hatte uns extra ein paar Sachen zum Frühstück organisiert. Nach dem wir uns gestärkt hatten, kam meine Verlobte Dörthe, um uns mit den letzten notwendigen Utensilien zu versorgen und uns zu verabschieden. Mit der notwendigen Dosis an Ibuprophen und einer Kniebandage (Vielen Dank Sascha!!!) ging es endlich los. Das Wetter war toll und wir radelten Richtung Oberwiesenthal, was wir in 2 Tagen schaffen wollten. Das Knie schmerzte schon auf den ersten Metern. No excuses dachte ich mir und nahm mir vor wenigstens bis nach Tschechien zu kommen. Nach ein paar Änderungen am Sattel und einigen Dehnübungen ging es dann auch besser. Die Etappe führte uns unter anderem am Kohlekraftwerk in Böhlen und am Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal vorbei. Nach 83 km war ich erschöpft und bat Martin uns langsam nach einem Schlafplatz umzuschauen. Da der nächste Wald zu weit entfernt war, fragten wir Einwohner, ob wir nicht im Garten zelten dürften. Zwei Frauen führten uns zur Familie Krodel, die uns ein Zimmer in ihrem Haus anboten. Das Angebot ließen wir uns nicht entgehen. Familie Krodel lud uns noch zum Abendessen ein, wo wir einige Abenteuer-Geschichten austauschten.

Martin kocht
Martin kocht

Tag 4: Nach einem tollem Frühstück machten wir ein kleines Erinnerungsbild und starteten nach Oberwiesenthal. Die Etappe hatte einige giftige Anstiege für uns vorgesehen. Während Martin (mountain goat) mit den Anstiegen überhaupt keine Schwierigkeiten hatte, kämpfte ich mich Stück für Stück die Berge hoch. Ein Anstieg war so steil, dass wir schieben mussten. Wir waren schon ziemlich weit gekommen, da kam uns ein mir sehr bekanntes Gefährt entgegen. Den schwarzen Opel Astra mit Leipziger Kennzeichen erkannte ich sofort. Mein ehemaliger WG-Mitbewohner und Trauzeuge Peter, seine Freundin Anna, Karo und Basti, kamen gerade aus dem Osterurlaub aus Tschechien. Was für eine Überraschung! 3 km vor Oberwiesenthal wurde der Weg immer verschneiter. Unsere Fahrräder (60 kg Martin/ 50 kg David) waren etwas schwer, um sie die ganze Strecke nach oben durch den Schnee zu schieben und so entschieden wir uns einen Umweg zu nehmen. Nach 58,4 km und mehr als 1200 Höhenmetern erreichten wir dem Fuß vom Fichtelberg auf tschechischer Seite (Loucna). Martin war noch sehr gut drauf und bestieg den Fichtelberg. Zum Abendbrot gab es Instant - Nudeln und Linsen mit Zwiebeln und Knoblauch.

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